
BauGB-Novelle 2026 - Reform im Realitätscheck (halbtags)*
Mit dem „Baugesetzbuch-Upgrade“ legt die Bundesregierung nach dem Bau-Turbo den nächsten großen Modernisierungsschritt vor: Bauleitplanverfahren sollen gestrafft, vollständig digitalisiert und mit Umsetzungsfristen versehen werden, die Schaffung von Wohnraum wird in angespannten Märkten zum überragenden öffentlichen Interesse erklärt und Kommunen erhalten neue Instrumente für den Umgang mit sog. „Schrottimmobilien“ und für mehr Grün in der Stadt.
Doch was bedeutet das Reformpaket konkret für die tägliche Planungspraxis – und hält es, was es verspricht? Das Seminar stellt die geplanten Änderungen im Überblick dar und unterzieht die zentralen Bausteine einem kritischen Realitätscheck.
Seminarschwerpunkte:
∙ Einleitung und Rückblick auf die BauGB-Novelle 2025
∙ Neuordnung der allgemeinen Vorschriften (§§ 1, 1a BauGB) – Belangekatalog, Innenentwicklung, Klimaschutz und Klimaanpassung
∙ Straffung und Digitalisierung des Bauleitplanverfahrens (§§ 2a-4b BauGB) – Umweltprüfung, einstufige und digitale Beteiligung, XPlanung, Verfahrensampel und Fristen
∙ Überarbeitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans und Erweiterung des beschleunigten Verfahrens
∙ Neuregelungen zur Wohnraumversorgung – überragendes öffentliches Interesse für Wohnbebauung in angespannten Wohnungsmärkten und Öffnung der Kerngebiete für Wohnnutzungen
∙ Überarbeitung des gemeindlichen Instrumentariums mit Blick auf Schrottimmobilien
∙ Anpassung des § 35 BauGB und Aufwertung des Flächennutzungsplans als Planungsinstrument
∙ Ausweitung des gemeindlichen Instrumentariums für Klimaschutz und Klimaanpassung – Wiederherstellungssatzung, Ersatzgeld, wassersensible Stadtentwicklung
∙ Umfassende Überarbeitung der BauNVO – Experimentelle Sondergebiete, Überarbeitung des § 11 Abs. 3 BauNVO für den Lebensmitteleinzelhandel und bundeseinheitlicher Vollgeschossbegriff
∙ Materielle Präklusion und Fehlerbehebung im Normenkontrollverfahren
∙ Exkurs: Änderungen des ROG
∙ Fazit und Ausblick
Aktuelle Entwicklungen des Gesetzgebungsverfahrens werden berücksichtigt.
Teil 1: 09.00 – 10.30 Uhr
30 min. Pause
Teil 2: 11.00 – 12.30 Uhr
Hardware: Sie benötigen einen PC / Laptop mit stabilem Internetzugang und idealerweise ein Headset (alternativ: PC-Lautsprecher und Mikrofon oder Einwahl über Telefon); zudem ist die Verwendung einer Web-Cam empfehlenswert.
Software: Wir führen unsere Online-Seminare über die Software 'Zoom' durch. Wir empfehlen die Verwendung der kostenfreien App 'Zoom Workplace' (Download unter zoom.us/download ). Eine Browser-basierte Teilnahme ohne Installation der Software ist ebenfalls möglich, allerdings stehen dabei - abhängig vom verwendeten Browser und Ihren persönlichen Einstellungen - möglicherweise nicht alle Funktionen zur Verfügung. Prüfen Sie ggf. über zoom.us/test, ob Ihr Endgerät alle Voraussetzungen erfüllt.
Zugangsdaten: Die Zoom-Zugangsdaten werden der teilnehmenden Personen etwa drei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail zugesendet und parallel im persönlichen Benutzerkonto (unter ‘Meine Teilnahmen’ per Klick auf die entsprechende Veranstaltung) bereitgestellt.
Weitere grundlegende technische und organisatorische Hinweise zu unseren Online-Seminaren (insbesondere für unerfahrene Zoom-Nutzer:innen) haben wir für Sie in einem praktischen Info-PDF als Download zusammengefasst.
Details
V.-Nr.26001355
TerminFr., 18.12.2026
Zeit09:00 - 12:30
OrtOnline
ArtOnline-Halbtagsveranstaltung
Fortbildung
Pkt./Ustd.4
Kosten *Bonusseminar
Mitglied80,00 €
Gast160,00 €
Preise umsatzsteuerfrei gemäß UStG § 4 Nr. 21 a) bb)
Referent
Florian Dawe, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht