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Seminar

Neues Leben in alten Mauern — Denkmalgerechte Sanierung in der Praxis

V.-Nr.: 22 001 041
ausgebucht  ausgebucht
Termin: Fr., 18.02.2022
Ort: Senden
Zeit: 10.00-17.15
Ustd.: 8

Senden ist eine Gemeinde südlich von Münster. In diesem Ort wurden zwei Baudenkmäler von den Referenten saniert und umgebaut. Beide Projekte bieten vielfältige Ansatzpunkte, um die große Themenvielfalt rund um Denkmalpflege, Sanierung, Baugeschichte und Baukultur direkt am Objekt vorzustellen und zu erläutern. Die Objekte liegen fußläufig zueinander und werden beide besichtigt.

Schloss Senden:
Schloss Senden ist ein Baudenkmal, an dem sich 500 Jahre währende Bau- und Kulturgeschichte in einem zusammenhängenden Ensemble ablesen lassen. Die besondere Bedeutung dieses Kulturerbes liegt in der baulichen Vielfalt. Eine mittelalterliche Befestigungsanlage wurde in der Renaissance zu einem repräsentativen Herrensitz umgewandelt. Es folgten weiter An- und Umbauten im Barock bis in den Historismus. Schloss Senden ist leider auch ein Beispiel für den dramatischen Verfall von Denkmälern, wenn sie nicht gepflegt und gewartet werden. Ebenso lassen sich hier folgenreiche Fehlentscheidungen vorangegangener Umbauten aufzeigen und erklären.

Alte Zollhaus:
Hierbei handelt es sich um ein Bauernhaus aus dem frühen Barock, im Übergang des 16.-17. Jahrhunderts. Um 1900 wurde die Hofanlage zu einem repräsentativen Wohnhaus umfunktioniert und dabei fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Das Gebäude wurde umfangreich saniert und zu einem Gemeindehaus umgebaut. Schwerpunkt des Entwurfes war es, die ursprüngliche Struktur und Gliederung des Hauses wieder sichtbar zu machen und gleichzeitig die Zeitschichten ablesbar zu erhalten.

Ziel der Veranstaltung ist es, die umfassenden Zusammenhänge und Entscheidungsketten, die beim Umgang mit historischer Bausubstanz immer eine gewichtige Rolle spielen, vor Ort und an beiden Objekten zu beleuchten. Das Wechselspiel aus Planung, Nutzerinteressen, Denkmalpflege, Statik, Bauphysik und Architektur lässt sich an beiden Objekten bis in die praktische Umsetzung hinein sehr gut, direkt und an Beispielen aufzeigen. Dabei spielen in der Planung die spezifische Materialverträglichkeit und ihre bauphysikalische Tauglichkeit eine ebenso gewichtige Rolle, wie eine gekonnte und gute handwerkliche Umsetzung. Die Voraussetzung ist ein gutes Zusammenspiel aller Fachdisziplinen und Interessengruppen. Es reicht vom Nutzer, über die Denkmalpflege, Archäologen, Bauphysiker, Akustiker, die Haustechnik, bis in die Architektur und die öffentliche Wahrnehmung eines Denkmals.

Die Wege zwischen den besuchten Orten werden zu Fuß durchgeführt, bitte auf geeignetes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung achten. Die Veranstaltung ist auf 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.


Referenten

Dipl.-Ing. B. Mensen, Architekt
Dipl.-Ing. K. Zora, Architekt
Dipl.-Ing. W. Krämer Evers
Dipl.-Ing. E. Scholz, Architekt

Kosten

170,-- EURO für Mitglieder der AKNW
340,-- EURO für sonstige Teilnehmer

 

  • Architekt/in
  • Innenarchitekt/in



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