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Seminar

Denkmalpflege vor Ort — Kloster und Schloss Bentlage - Denkmalpflegerische Fortschreibung und heutige Nutzung

V.-Nr.: 19 001 131
fast ausgebucht  Anmeldung
Termin: Do., 16.05.2019
Ort: Rheine
Zeit: 10.00-17.15
Ustd.: 8

Vor den Toren der Stadt Rheine liegt - eingebettet in eine alte Kulturlandschaft an der Ems - das geschichtsträchtige Kloster/Schloss Bentlage. Im Jahre 1437 übernahmen die Kreuzbrüder (Kreuzherren) dort eine kleine Kapelle und gründeten das Kloster. Jedoch erst 26 Jahre später wurde mit dem Bau der ehemaligen Vierflügelanlage begonnen, die zu Anfang des 16. Jt. fertiggestellt wurde. Bereits ca. 45 Jahre später zerstörte ein Brand große Teile der Anlage, ein Jahr vor dem Ende des 30-jährigen Krieges. Nach dem Wiederaufbau wurde das Kloster 1803 säkularisiert und diente in der Folgezeit als landwirtschaftliches Gut und Adelsresidenz bis 1982. Die Übernahme durch die Stadt Rheine (1978) machte zunächst primär eine Substanzsicherung erforderlich. 1988 wurde auf der Grundlage einer begleitenden Bauforschung eine Bestandsaufnahme und ein Nutzungsgutachten in Auftrag gegeben, worauf zwei Jahre später mit der Bewilligung der Landesmittel der erste Abschnitt der Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten für die Umnutzung als kulturelle Begegnungsstätte begonnen werden konnte. Die Arbeiten dauerten zehn Jahre.

Für Bentlage wurde beispielhaft die schulmäßige, denkmalpflegerische Methodik und Praxis im Umgang mit der Denkmalsubstanz angewendet, wobei alle Geschichtsspuren aus vergangenen Veränderungen gleichrangig bewertet wurden. Die vielfältige Nutzung als multikulturelle Begegnungsstätte stellte nicht nur konservatorisch eine Herausforderung dar, sondern erforderte auch gestalterisch eine hohe Qualität, insbesondere in Hinblick auf den weiteren Verlauf der Bau- und Nutzungsgeschichte dieses hochrangigen Denkmals.

Der Vormittag ist insbesondere der historischen Einführung und denkmalpflegerischen Methodik und praktischen Umsetzung durch Vorträge gewidmet, während der Nachmittag für die Objektbesichtigung mit Erörterung der denkmalpflegerischen und gestalterischen Problemstellungen vorgesehen ist.


Referent

Dr. R. Borgmann

Kosten

170,-- EURO für Mitglieder der AKNW
340,-- EURO für sonstige Teilnehmer

 

  • Architekt/in
  • Innenarchitekt/in



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