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Seminar

Baukultur im Wandel der Zeit — Von Fabrikkultur zur Kulturfabrik

V.-Nr.: 22 001 072
OK  Anmeldung
Termin: Fr., 25.03.2022
Ort: Monheim
Zeit: 10.00-17.15
Ustd.: 8

In Monheim am Rhein entstehen zwei Kultur-Projekte, die beide von den Referenten geplant und umgebaut werden.

Die Kulturraffinerie:
Hierbei handelt es sich um ein Fabrikgebäude, das 1912 errichtet wurde. Die Fassade ist ein zeitgemäßer Backsteinbau, versehen mit historisierenden Zierelementen aus Tympana, Pilastern und Lisenen. Im Inneren ist es jedoch eines der ersten Eisenbetonbauten überhaupt und somit eine hochmoderne, technische und handwerkliche Neuerfindung, mit der es zu der Zeit kaum Erfahrungen gab. Ein gewagtes Experiment und sehr innovativ für die Zeit. Das Besondere an der Halle ist die Widersprüchlichkeit zwischen dem äußeren Erscheinungsbild und dem inneren Tragwerk. Darin spiegelt dieses Gebäude das große Spannungsfeld zwischen Tradition und Aufbruch, direkt vor dem 1. Weltkrieg, wider. Diesen Konflikt und Widerspruch in dem Gebäude sichtbar zu lassen, ihn sogar zu verdeutlichen, war immer auch das Bestreben der Architekt*innen und fester Bestandteil des neuen Konzeptes. Hier entsteht ein Gebäude, das auf vielfältige Weise genutzt werden kann. Die Spanne reicht von Rock- und Klassikkonzerten, über Industriemessen bis hin zu karnevalistischen Großveranstaltungen.

Sojus 7
In unmittelbarer Nähe entsteht ein städtisches Jugendzentrum. Es besteht aus drei unterschiedlichen Gebäuden. Einem Neubau, einer alten Produktionsanlage für Rübenkraut und einem sehr heruntergewirtschafteten Fachwerkhaus aus dem späten Barock. Beide Altbauten werden umfassend saniert.

Ziel der Veranstaltung ist es, die umfassenden Zusammenhänge und Entscheidungsketten, die beim Umgang mit historischer Bausubstanz immer eine gewichtige Rolle spielen, vor Ort und an beiden Objekten zu beleuchten. Das Wechselspiel aus Planung, Nutzerinteressen, Denkmalpflege, Statik, Bauphysik und Architektur lässt sich an beiden Objekten bis in die praktische Umsetzung hinein sehr gut, direkt und an Beispielen aufzeigen. Dabei spielen in der Planung die spezifische Materialverträglichkeit und ihre bauphysikalische Tauglichkeit eine ebenso gewichtige Rolle, wie eine gekonnte und gute handwerkliche Umsetzung. Die Voraussetzung ist ein gutes Zusammenspiel aller Fachdisziplinen und Interessengruppen. Es reicht vom Nutzer, über die Denkmalpflege, Archäologen, Bauphysiker, Akustiker bis zum Haus.

Die Wege zwischen den besuchten Orten werden zu Fuß durchgeführt, bitte auf geeignetes Schuhwerk und ggf. wetterfeste Kleidung achten. Die Veranstaltung ist auf 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.



Referenten

Dipl.-Ing. B. Mensen, Architekt
Dipl.-Ing. T. Kock, Architekt
P. Kortüm M. A.

Kosten

170,-- EURO für Mitglieder der AKNW
340,-- EURO für sonstige Teilnehmer

 

  • Architekt/in
  • Innenarchitekt/in



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