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Exkursion

Architekturexkursion Brüssel — (1-tägig)

V.-Nr.: 20 001 076
ausgebucht  ausgebucht
Termin: Fr., 27.03.2020
Ort: Brüssel
Zeit: 10.00-17.45
Ustd.: 4

Bruxelles-Capitale glänzt nicht nur mit einer historischen, großbürgerlichen Kernstadt, sondern auch mit herrschaftlichen Stadträumen innerhalb eines Rings städtebaulich wohlgeordneter Blockstrukturen mit monumentalen Achsbezügen und mit homogen geplanten gartenstädtischen Siedlungen gewaltigen Ausmaßes. Doch die Stadt ist voller Brüche – sie steht seit Jahrhunderten unter dem Druck, zentrale, hauptstädtische, „fremde“ Funktionen aufzunehmen. Eine merkwürdige Mischung höchst pragmatischer und unmaßstäblich anmutender Eingriffe macht Brüssel zu einem Konglomerat von Stadterlebnissen, die schwer mit einander vereinbar sind. Architektonische Megastrukturen, Makroachsen, Ringsysteme und Durchbrüche überschreiben ein überkommenes (teilweise heruntergekommenes) urbanes Netzwerk von Straßenzügen und Gebäuden und hinterlassen mitunter verwahrloste, gebrochene Orte – selbst im historischen Herzen.

Dieser „anonymen Stadtentwicklung“ steht das Ringen um soziale und ästhetische Abmilderung sowie um Sorgfalt im Detail gegenüber. Im Kontext eines für Brüssel spezifischen Umgangs mit historischem Bauen – Eklektizismus, Art Nouveau, Art Déco – entstehen zeitgemäße Architekturen und Stadträume, die mit Farbe, Textur, Licht und sorgfältig geplanten Aufenthaltsangeboten eine spröde Poesie entfalten. Ein Spannungsfeld künstlerischer Potenziale tut sich auf: Ingenieurkunst, Infrastruktur, Architektur, Stadtraum und Art Plastique im weiteren (französischen) Wortsinn gehen mitunter erstaunliche Synthesen ein.

Unsere Streifzüge sollen dieses für Brüssel spezifische Wechselspiel anhand von urbanen Beispielen illustrieren: Die funktionalistische Stadtraumfolge der Jonction Nord-Midi mit der Galerie Ravenstein (Alexis und Philippe Dumont) und der Gare Bruxelles-Central (Victor Horta | Maxime Brunfaut), die räumlich-strategische Mischung Quartierspark + Wohnen im Parc Fontainas (OLM | B612), die grandiose Stahlkonstruktion des Abbatoir d’Anderlecht (Emile Tirou) aus dem späten 19. Jh., ergänzt um die neuen Food Markets und die aquaponische Urban Farm BIGH (Steven Beckers), die neue zentrale Fußgängerzone Le Piétonnier (SUM) mit der Dachstruktur über der Place Rogier (XCGA|Ney), die Mode- und Designplatform MAD (V+) · Änderungen vorbehalten.

Festes Schuhwerk, leichtes Picknickgeschirr und eine Sitzunterlage sind unerlässlich für unsere Streifzüge, die zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt werden. Einkaufszeiten für ein Picknick sind eingeplant. An- und Abreise in Eigenregie.

Referenten

Dipl.-Ing. M. Ulrich, Architekt
Dipl.-Ing. J. Schmidt
archigraphus, Aachen

Kosten

150,-- EURO für Mitglieder der AKNW
300,-- EURO für sonstige Teilnehmer

 

  • Architekt/in
  • Innenarchitekt/in
  • Landschaftsarchitekt/in
  • Stadtplaner/in



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