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Seminar

Überflutungsschutz — In der Hochbau-, Außenanlagen- und Bauleitplanung*

V.-Nr.: 19 001 167
durchgeführt  durchgeführt
Termin: Di., 18.06.2019
Ort: Düsseldorf
Zeit: 10.00-17.15
Ustd.: 8

In den vergangenen Jahren ist eine deutliche Zunahme bei Überflutungsschäden an Gebäuden zu verzeichnen gewesen. Für Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner ergeben sich daraus neue Haftungsrisiken. Schon 2008 wurde darauf mit der Einführung des Überflutungsschutznachweises reagiert und die Anforderungen an den grundstücksbezogenen Überflutungsschutz an die häufiger auftretenden Stark- und Katastrophenregen angepasst. Der vorzusehende Überflutungsschutz erstreckt sich dabei sowohl auf das eigene Grundstück als auch auf das des Unterliegers. Reichte früher eine Auslegung der Grundstücksentwässerung für das 2-jährliche Ereignis aus, ist heute in der Regel der schadlose Rückhalt des Niederschlages beim 30-jährlichen Ereignis auf dem Grundstück gefordert. Um diese Anforderung zu erfüllen, sind zielgerichtete Überflutungsschutz- und Regenrückhaltemaßnahmen auf dem Grundstück vorzunehmen. Eine Möglichkeit, daraus resultierende Zusatzkosten zu minimieren, bietet die oberflächige Anordnung des Rückhaltevolumens in den Freianlagen. Die Anforderungen gemäß DIN erfordern einen rechnerischen Nachweis, eine differenzierte Höhenplanung sowie die frühzeitige Integration des Überflutungsschutzes in die Hochbau- und Außenanlagenplanung.

Im Sommer 2016 ist die DIN 1986-100 nun in nochmals überarbeiteter Form in Kraft getreten. Im Seminar werden die aktuellen Anforderungen an die Grundstücksentwässerung vermittelt und anhand ausgeführter Projekte ein Überblick über planerische Lösungen, notwendige Arbeitsschritte sowie Aufgaben der einzusetzenden Fachplaner gegeben.

Da immer mehr Kommunen dazu übergehen, schon im Bebauungsplanverfahren den Nachweis eines vorausschauenden Überflutungsschutzes zu fordern, werden auch für dieses Handlungsfeld Anforderungen und Inhalte von Überflutungsschutzkonzepten vermittelt.

Als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophen an Elbe und Oder sind die einschlägigen Vorschriften in den letzten Jahren erheblich verschärft worden. Dies gilt sowohl für die Ebene der Bauleitplanung als auch für das Baugenehmigungsverfahren. So dürfen etwa „neue“ Baugebiete in Überschwemmungsgebieten grundsätzlich nicht mehr ausgewiesen werden. Am Beispiel realisierter Bebauungspläne werden die Möglichkeiten überflutungsschutz- und hochwasserschutzbezogener Festsetzungen aufgezeigt und diskutiert.


Referenten

Dr.-Ing. M. Kaiser, Architekt und Stadtplaner
Dipl.-Ing. M. Bauer, Stadtplaner

Kosten

130,-- EURO für Mitglieder der AKNW
260,-- EURO für sonstige Teilnehmer

 

  • Architekt/in
  • Landschaftsarchitekt/in
  • Stadtplaner/in



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