
Einbreiten statt Ausbreiten - Nachverdichtung bestehenden Wohnraumes (halbtags)
Heutige Anforderungen machen Gebäude zwar immer effizienter – allerdings macht der gleichzeitige Wohnflächenanstieg je Person potenzielle Einsparungen wieder zunichte. Gerd Strengs Projekte stehen daher für Suffizienz statt Effizienz und loten die Grenzen des Nicht-Bauens und der Kleinmaßstäblichkeit durch ressourcenschonende Nutzung des Bestandes aus.
Unter dem Motto „Einbreiten statt Ausbreiten“ passt Gerd Streng erfolgreich Wohnraum an veränderte Nutzeranforderungen an. Die seit 2010 realisierten „Stair Case Study Houses“ (SCSH) zeigen anschaulich, wie Ein- und Umbauten mit attraktiven multifunktionalen Objekten Bestandswohnungen besser nutzbar machen ohne aufwändige bauliche Erweiterungen der thermischen Hülle. Es entstehen alternative Konzepte, die z.B. generationenübergreifendes Wohnen oder Aktivierung ungenutzter Raumreserven ermöglichen – sowohl bei Wohneigentum oder Mietwohnungen.
In der Veranstaltung werden die Gestaltungsmöglichkeiten, die Reorganisation von Wohnräumen sowie verschiedene Formen der Nachverdichtung praxisnah erläutert. Insbesondere Umnutzungen und neue Wohnformen wie Clusterwohnen eröffnen innovative Perspektiven für zeitgemäße Wohnkonzepte. Zudem werden rechtliche Rahmenbedingungen beleuchtet, die für Umbau, Nachverdichtung oder Umnutzung relevant sind.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Bewertung des Auftrages: Passen Bauaufgabe und Problem zueinander oder sollte eine von beiden angepasst werden?
Anhand von Best-Practice-Beispielen werden Materialwahl sowie temporäre und dauerhafte Eingriffe vorgestellt, die exemplarisch zeigen, wie Nachverdichtung erfolgreich umgesetzt werden kann.