
Bebauungspläne - Abwägung, Verfahren, Festsetzung*
Bebauungspläne sind immer wieder Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Sie können mit der Normenkontrolle beim Oberverwaltungsgericht unmittelbar angegriffen werden und werden häufig auch durch die Verwaltungsgerichte und andere Gerichte einer inzidenten Überprüfung unterzogen. Auch wenn die Gerichte in der Regel nicht ungefragt auf Fehlersuche gehen, halten Pläne gelegentlich der gerichtlichen Prüfung nicht stand. Die Ursachen sind vielfältig, bestimmte Fallgruppen weisen jedoch besonders häufig typische Fehlerquellen auf.
Das Seminar bearbeitet typische Fehlerquellen im Bebauungsplanverfahren. Ausgangspunkt der Überlegungen ist dabei die Abwägung, die sich mit allen betroffenen Belangen auseinandersetzen muss und daher Quelle einer Vielzahl von Fehlern ist. Das Seminar wird deshalb die allgemeinen Anforderungen an die Abwägung und die Abwägungsfehlerlehre darstellen. Ergebnis der Abwägung sind die Festsetzungen des Bebauungsplans, die ebenfalls häufig zu Beanstandungen der Gerichte führen. Neben der fehlerhaften Abwägung und daraus folgenden, ungenügenden Festsetzungen sind es häufig fehlende Rechtsgrundlagen und Bestimmtheit, die hier zu Fehlern führen.
In dieser Veranstaltung wird der praktische Umgang mit der Abwägung und den Festsetzungen anhand verschiedener Praxisbeispiele behandelt, z. B. Lärm, Artenschutz, Störfallbetriebe etc. Es besteht auch die Möglichkeit, im Vorfeld konkrete Aspekte an die Referenten zu übermitteln, so dass diese im Seminar berücksichtigt werden können.
Zum Abschluss wird auf Verfahrensfehler und die Möglichkeiten zur Heilung von Fehlern, die ggf. noch während eines laufenden Verfahrens genutzt werden können, hingewiesen. Auch die nachfolgende „Reparatur“ von fehlerhaften Plänen wird beispielhaft erläutert.
Anhand der jüngeren Praxis werden typische Fallgruppen von Bebauungsplänen aufgezeigt, die in besonderem Maß fehleranfällig sind, damit Mängel der Planung nach Möglichkeit von vornherein vermieden werden können.
Teil 1: 09.00 – 10.30 Uhr
30 min. Pause
Teil 2: 11.00 – 12.30 Uhr
60 min. Pause
Teil 3: 13.30 – 15.00 Uhr
30 min. Pause
Teil 4: 15.30 – 17.00 Uhr
Hardware: Sie benötigen einen PC / Laptop mit stabilem Internetzugang und idealerweise ein Headset (alternativ: PC-Lautsprecher und Mikrofon oder Einwahl über Telefon); zudem ist die Verwendung einer Web-Cam empfehlenswert.
Software: Wir führen unsere Online-Seminare über die Software 'Zoom' durch. Wir empfehlen die Verwendung der kostenfreien App 'Zoom Workplace' (Download unter zoom.us/download ). Eine Browser-basierte Teilnahme ohne Installation der Software ist ebenfalls möglich, allerdings stehen dabei - abhängig vom verwendeten Browser und Ihren persönlichen Einstellungen - möglicherweise nicht alle Funktionen zur Verfügung. Prüfen Sie ggf. über zoom.us/test, ob Ihr Endgerät alle Voraussetzungen erfüllt.
Zugangsdaten: Die Zoom-Zugangsdaten werden der teilnehmenden Personen etwa drei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail zugesendet und parallel im persönlichen Benutzerkonto (unter ‘Meine Teilnahmen’ per Klick auf die entsprechende Veranstaltung) bereitgestellt.
Weitere grundlegende technische und organisatorische Hinweise zu unseren Online-Seminaren (insbesondere für unerfahrene Zoom-Nutzer:innen) haben wir für Sie in einem praktischen Info-PDF als Download zusammengefasst.
Details
V.-Nr.26001011
TerminDo., 22.01.2026
Zeit09:00 - 17:00
OrtOnline
ArtOnline-Seminar
Fortbildung
Pkt./Ustd.8
Kosten
Mitglied150,00 €
Gast300,00 €
Preise umsatzsteuerfrei gemäß UStG § 4 Nr. 21 a) bb)
Statusdurchgeführt
Referenten
- Dr. Christian Giesecke, LL.M. (McGill), Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht
- Dr. Benedikt Plesker, Rechtsanwalt