Überflutungsschutz - In der Hochbau-, Außenanlagen- und Bauleitplanung
In den vergangenen Jahren ist eine deutliche Zunahme bei Überflutungsschäden an Gebäuden zu verzeichnen gewesen. Für Architekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen ergeben sich daraus neue Haftungsrisiken. Mit der Einführung des in den einschlägigen Regelwerken geforderten Überflutungsschutznachweises werden die Anforderungen an den grundstücksbezogenen Schutz vor den häufiger auftretenden Stark- und Katastrophenregenereignissen angepasst. Reichte früher eine Auslegung der Grundstücksentwässerung für das 2-jährliche Ereignis aus, ist heute in der Regel der schadlose Rückhalt des Niederschlages beim 30-jährlichen Ereignis auf dem Grundstück gefordert. Um diese Anforderung zu erfüllen, sind zielgerichtete Überflutungsschutz- und Regenrückhaltemaßnahmen auf dem Grundstück vorzunehmen. Eine Möglichkeit, daraus resultierende Zusatzkosten zu minimieren, bietet die oberflächige Anordnung des Rückhaltevolumens in den Freianlagen. Die Anforderungen gemäß DIN erfordern einen rechnerischen Nachweis, eine differenzierte Höhenplanung sowie die frühzeitige Integration des Überflutungsschutzes in die Hochbau- und Außenanlagenplanung.
Im Seminar werden die aktuellen Anforderungen an die Grundstücksentwässerung vermittelt und anhand ausgeführter Projekte ein Überblick über planerische Lösungen, notwendige Arbeitsschritte sowie Aufgaben der einzusetzenden Fachplaner gegeben.
Da immer mehr Kommunen dazu übergehen, schon im Bebauungsplanverfahren den Nachweis eines vorausschauenden Überflutungsschutzes zu fordern, werden auch für dieses Handlungsfeld Anforderungen und Inhalte von Überflutungsschutzkonzepten vermittelt.
Als Reaktion auf die Hochwasserkatastrophen an Elbe und Oder sind die einschlägigen Vorschriften in den letzten Jahren erheblich verschärft worden. Dies gilt sowohl für die Ebene der Bauleitplanung als auch für das Baugenehmigungsverfahren. So dürfen etwa „neue“ Baugebiete in Überschwemmungsgebieten grundsätzlich nicht mehr ausgewiesen werden. Am Beispiel realisierter Bebauungspläne werden die Möglichkeiten überflutungsschutz- und hochwasserschutzbezogener Festsetzungen aufgezeigt und diskutiert.
Teil 1: 09.00 – 10.30 Uhr
30 min. Pause
Teil 2: 11.00 – 12.30 Uhr
60 min. Pause
Teil 3: 13.30 – 15.00 Uhr
30 min. Pause
Teil 4: 15.30 – 17.00 Uhr
Hardware: Sie benötigen einen PC / Laptop mit stabilem Internetzugang und idealerweise ein Headset (alternativ: PC-Lautsprecher und Mikrofon oder Einwahl über Telefon); zudem ist die Verwendung einer Web-Cam empfehlenswert.
Software: Wir führen unsere Online-Seminare über die Software 'Zoom' durch. Wir empfehlen die Verwendung der kostenfreien App 'Zoom Workplace' (Download unter zoom.us/download ). Eine Browser-basierte Teilnahme ohne Installation der Software ist ebenfalls möglich, allerdings stehen dabei - abhängig vom verwendeten Browser und Ihren persönlichen Einstellungen - möglicherweise nicht alle Funktionen zur Verfügung. Prüfen Sie ggf. über zoom.us/test, ob Ihr Endgerät alle Voraussetzungen erfüllt.
Zugangsdaten: Die Zoom-Zugangsdaten werden der teilnehmenden Personen etwa drei Tage vor der Veranstaltung per E-Mail zugesendet und parallel im persönlichen Benutzerkonto (unter ‘Meine Teilnahmen’ per Klick auf die entsprechende Veranstaltung) bereitgestellt.
Weitere grundlegende technische und organisatorische Hinweise zu unseren Online-Seminaren (insbesondere für unerfahrene Zoom-Nutzer:innen) haben wir für Sie in einem praktischen Info-PDF als Download zusammengefasst.
Details
V.-Nr.25001363
TerminDi., 09.12.2025
Zeit09:00 - 17:00
OrtOnline
ArtOnline-Seminar
Fortbildung
Pkt./Ustd.8
Kosten
Mitglied140,00 €
Gast280,00 €
Preise umsatzsteuerfrei gemäß UStG § 4 Nr. 21 a) bb)
Statusdurchgeführt
Referierende
- Prof. Dr.-Ing. Mathias Kaiser, Architekt und Stadtplaner
- Dipl.-Ing. Mehri Hekmat, Stadtplanerin
- Dr.-Ing. Mais Jafari, M.A.