Die Neufassung der Norm DIN 18065 enthält neben verbesserter Lesbarkeit Neuerungen, die teilweise bereits bis ins frühe Planungsstadium hinein Auswirkungen mit sich bringen. Die Übersichtlichkeit der Norm wurde dabei mittels einer synoptischen Gegenüberstellung der Lage von Treppen in zwei Bauwerks-Gruppen verbessert. Sie unterscheidet darin Gebäude im Allgemeinen sowie Wohngebäude mit bis zu zwei Wohnungen und hier Treppen innerhalb von Wohnungen.
Wichtige Neuregelungen betreffen aber insbesondere neu festgeschriebene Maßregeln. Diese gilt es bereits in der Planungsphase zu beachten, z. B. bei gewendelten Treppenläufen, gerundeten Stufenprofilen, Handlaufunterbrechungen und Podestgrößen. Auch darüber hinaus geltende, verschärfende Regelungen, etwa durch die Landesbauordnung, das Arbeitsschutzrecht oder durch Überschneidungen zum Geltungsbereich der DIN 18040, bedeuten potenzielle Fehlerquellen im Planungsprozess. Bei der Beurteilung von Bestandsbauten sowie Nutzungsänderungen entstehen zusätzlich spezifische Konflikte.
Die Abgrenzung des Geltungsbereichs der DIN 18065 zu Treppen an Maschinen und Technischen Anlagen sowie so genannten Bodentreppen und Treppenanlagen im Freien wird ergänzend ebenfalls betrachtet.
Dieser Themenkomplex wird im Seminar erörtert und es besteht Gelegenheit, mit zwei Vertretern des Normungsausschusses die Entstehung einzelner Regelungen nachzuvollziehen und Auslegungsfragen sowie eigene Erfahrungen zu diskutieren.
Referent/Referenten
Dipl.-Ing. D. Thielemann, Architekt
D. Saage, SV für Metallbau und Treppenbau
Kosten
100,-- EURO für Mitglieder der AKNW
200,-- EURO für sonstige Teilnehmer